Erste Schritte der österreichischen Banken im Zuge der Aufweichung des österreichischen Bankengeheimnisses
Seit mehr als 100 Jahren schützt der österreichische Staat, wie kaum ein anderer auf der Welt, das Bankgeheimnis. Derzeitige und zukünftige Umgestaltungen in der Steuerlandschaft ausländischer Kapitalanlagen in Österreich im Zuge der Harmonisierung des Europäischen Steuersystems sind große Herausforderungen, denen sich österreichische Kreditinstitute stellen müssen. Hinzu kommen Fragestellungen im Zuge der aktuellen Wirtschaftslage. Fehlende Analysen von Kundenpotenzialen sowie mangelnde Produktoptimierungen bzw. -innovationen können Finanzinstitutionen zum Verhängnis werden. Bankberater werden einerseits für die Betreuung von Bestandskunden und die Neukundenakquise steuerlich sensibilisiert. Andererseits muss die Produktpalette weiterhin auf die individuelle Kundensituation zugeschnitten werden – die persönliche Beratung und das damit verbundene Vertrauen stehen hierbei im Vordergrund. Weiterer Bedarf besteht zukünftig bei Geldanlagen in Stiftungen, Trusts und Lebensversicherungen, die bisher nicht in die Zinssteuerpflicht einbezogen wurden.
Im Bereich Private Wealth Management in Österreich kommt insbesondere den sehr vermögenden Privatkunden eine hohe Bedeutung zu. Diese High Net Worth Individuals verfügen über ein liquides Vermögen von jeweils mehr als 1 Mio. USD. Der Anteil dieser HNWIs sank im Zeitraum 2008 bis 2009 um 9,8% auf nun mehr 70.100 (Vorjahr 77.700).
Der österreichische Vermögensverwaltungsmarkt ist gekennzeichnet durch eine relativ große Anzahl von kleinen und mittleren Anbietern sowie wenigen großen Dienstleistern. Es gibt derzeit 24 Hauptanbieter von Private Banking Dienstleistungen im österreichischen Markt - geteilt in unabhängige Privatbanken, Private Banking Abteilungen oder Tochterfirmen von Großbanken. Darüber hinaus drängen zunehmend ausländische und internationale Finanzdienstleister mit Private Banking Einheiten nach Österreich.

Im internationalen Vergleich sind österreichische vermögende Privatkunden eher risikoavers, was sich in einer konservativeren Anlagestrategie widerspiegelt – festverzinsliche Wertpapiere werden im Vergleich zu Aktien oder anderen spekulativeren Anlageinstrumenten tendenziell bevorzugt. Neue, vor allem adäquate Produkte sind hier entlang der Anlagegewohnheiten österreichischer Privatkunden zu gestalten und durch die Finanzdienstleister anzubieten.
Insgesamt gesehen wächst der Druck auf traditionelle Privatbanken aus dem Umfeld der Großbanken, Sparkassen, Vermögensberater und ausländischen Private Banking Niederlassungen – dies nicht zuletzt aufgrund der lukrativen und überdurchschnittlichen Margen, welche mit vermögenden Privatkunden generiert werden können. Die Produktpalette ist weiterhin sehr vielfältig und teilweise unüberschaubar. Ein Großteil der Marktteilnehmer bezieht darüber hinaus 40 bis 80% Fremdprodukte.
Aufgrund der Aufweichung bzw. Entschärfung des österreichischen Bankgeheimnisses können Repositionierungsmaßnahmen für Finanzdienstleister im Bereich von Onshore- und Offshore-Geschäftseinheiten unumgänglich werden. Hierbei kann sowohl die Repatriierung als auch die Begleitung der Kunden ins Ausland/ Heimatland eine wichtige Rolle in der Unternehmensstrategie darstellen. Fehlendes Vertrauen in bonitätsstarke und stabile Heimatländer kann zudem die Attraktivität des Offshore-Geschäftes positiv beeinflussen. Österreichische Finanzdienstleister sind darüber hinaus für ihre auf Kundenzufriedenheit basierende Expertise bekannt und können diese im Wettbewerb nutzen. Bedürfnisgerechte Positionierungen im Bereich der HNWIs und/ oder die Anpassung der Finanzplanung, Anlageberatung und Vermögensverwaltung sowie des Bereichs Familiy Office an die aktuellen Marktgegebenheiten stellen hier Herausforderungen dar.
Im Bereich Private Wealth Management in Österreich kommt insbesondere den sehr vermögenden Privatkunden eine hohe Bedeutung zu. Diese High Net Worth Individuals verfügen über ein liquides Vermögen von jeweils mehr als 1 Mio. USD. Der Anteil dieser HNWIs sank im Zeitraum 2008 bis 2009 um 9,8% auf nun mehr 70.100 (Vorjahr 77.700).
Der österreichische Vermögensverwaltungsmarkt ist gekennzeichnet durch eine relativ große Anzahl von kleinen und mittleren Anbietern sowie wenigen großen Dienstleistern. Es gibt derzeit 24 Hauptanbieter von Private Banking Dienstleistungen im österreichischen Markt - geteilt in unabhängige Privatbanken, Private Banking Abteilungen oder Tochterfirmen von Großbanken. Darüber hinaus drängen zunehmend ausländische und internationale Finanzdienstleister mit Private Banking Einheiten nach Österreich.

Im internationalen Vergleich sind österreichische vermögende Privatkunden eher risikoavers, was sich in einer konservativeren Anlagestrategie widerspiegelt – festverzinsliche Wertpapiere werden im Vergleich zu Aktien oder anderen spekulativeren Anlageinstrumenten tendenziell bevorzugt. Neue, vor allem adäquate Produkte sind hier entlang der Anlagegewohnheiten österreichischer Privatkunden zu gestalten und durch die Finanzdienstleister anzubieten.
Insgesamt gesehen wächst der Druck auf traditionelle Privatbanken aus dem Umfeld der Großbanken, Sparkassen, Vermögensberater und ausländischen Private Banking Niederlassungen – dies nicht zuletzt aufgrund der lukrativen und überdurchschnittlichen Margen, welche mit vermögenden Privatkunden generiert werden können. Die Produktpalette ist weiterhin sehr vielfältig und teilweise unüberschaubar. Ein Großteil der Marktteilnehmer bezieht darüber hinaus 40 bis 80% Fremdprodukte.
Aufgrund der Aufweichung bzw. Entschärfung des österreichischen Bankgeheimnisses können Repositionierungsmaßnahmen für Finanzdienstleister im Bereich von Onshore- und Offshore-Geschäftseinheiten unumgänglich werden. Hierbei kann sowohl die Repatriierung als auch die Begleitung der Kunden ins Ausland/ Heimatland eine wichtige Rolle in der Unternehmensstrategie darstellen. Fehlendes Vertrauen in bonitätsstarke und stabile Heimatländer kann zudem die Attraktivität des Offshore-Geschäftes positiv beeinflussen. Österreichische Finanzdienstleister sind darüber hinaus für ihre auf Kundenzufriedenheit basierende Expertise bekannt und können diese im Wettbewerb nutzen. Bedürfnisgerechte Positionierungen im Bereich der HNWIs und/ oder die Anpassung der Finanzplanung, Anlageberatung und Vermögensverwaltung sowie des Bereichs Familiy Office an die aktuellen Marktgegebenheiten stellen hier Herausforderungen dar.
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Matthias Puls |
deloitte - 14. Dez, 10:36


