"Benchmarking - Schein und Sein"
Benchmarking versucht oft an die Erfolge anderer Unternehmen durch Vergleich anzuknüpfen. Doch Kopieren scheinbar funktionierender Strukturen oder Abläufe anderer Unternehmen ist genau das – Kopieren – und beantwortet nicht die Frage ob das Richtige kopiert wird. Vor dem Benchmarken sollte die Logik oder Theorie, wieso bestimmte Handlungen oder Veränderungen zum Erfolg führen, überprüft werden. Das Kopieren irrelevanter Abläufe oder falscher Strukturen kann durchaus das Gegenteil des Erwarteten bewirken. Eine richtig interpretierte Kennzahl aus einem völlig anderen Industriezweig ist manchmal sinnvoller als eine herbeizitierte Abweichung zum direkten Mitbewerb.
Erfahrungen aus der Vergangenheit, und gegen ebendiese Erfahrung zu benchmarken wird nicht immer von Erfolg gekrönt sein – hier wird ein ausführlicher Blick in den Rückspiegel nicht unbedingt die Herausforderungen der Zukunft lösen helfen. Auch sind die theoretischen Zusammenhänge zwischen Maßnahme in der Vergangenheit und daraus resultierendem Erfolg genau zu analysieren. Oft sind Vergleiche im eigenen Unternehmen über mehrere Abteilungen oder Länder kurzfristig wirkungsvoller als Zielgrößen ohne diesen Kontext.
Diese und andere Managementthesen werden im Buch „Harte Fakten, gefährliche Halbwahrheiten und absoluter Unsinn“ von J.Pfeffer und R. Sutton, Harvard Business School Press, auf den Prüfstand gestellt. Im Wesentlichen wird darin gefragt, ob in Unternehmen auf Grund nicht ausreichender Informationen, eingefahrener Ideologien oder auf Grund harter Fakten gehandelt wird.
Mit einigen wenigen Prinzipien wird in Anlehnung an die Medizin – dort Evidence-Based Medizin – unter Berücksichtigung der aktuellsten Faktenlage/Stand der Forschung „Evidence-Based Management“ für Unternehmen und Unternehmer beschrieben. Ein Vorgehen zum faktenorientierten Management, das Prinzipien für besseren Entscheidungen liefert und damit Benchmarking ohne kritische Würdigung der Rahmenbedingungen als nicht sehr hilfreich beschreibt.
Erfahrungen aus der Vergangenheit, und gegen ebendiese Erfahrung zu benchmarken wird nicht immer von Erfolg gekrönt sein – hier wird ein ausführlicher Blick in den Rückspiegel nicht unbedingt die Herausforderungen der Zukunft lösen helfen. Auch sind die theoretischen Zusammenhänge zwischen Maßnahme in der Vergangenheit und daraus resultierendem Erfolg genau zu analysieren. Oft sind Vergleiche im eigenen Unternehmen über mehrere Abteilungen oder Länder kurzfristig wirkungsvoller als Zielgrößen ohne diesen Kontext.
Diese und andere Managementthesen werden im Buch „Harte Fakten, gefährliche Halbwahrheiten und absoluter Unsinn“ von J.Pfeffer und R. Sutton, Harvard Business School Press, auf den Prüfstand gestellt. Im Wesentlichen wird darin gefragt, ob in Unternehmen auf Grund nicht ausreichender Informationen, eingefahrener Ideologien oder auf Grund harter Fakten gehandelt wird.
Mit einigen wenigen Prinzipien wird in Anlehnung an die Medizin – dort Evidence-Based Medizin – unter Berücksichtigung der aktuellsten Faktenlage/Stand der Forschung „Evidence-Based Management“ für Unternehmen und Unternehmer beschrieben. Ein Vorgehen zum faktenorientierten Management, das Prinzipien für besseren Entscheidungen liefert und damit Benchmarking ohne kritische Würdigung der Rahmenbedingungen als nicht sehr hilfreich beschreibt.
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Helmut Byloff |
deloitte - 2. Nov, 10:24