Wie ethisch kann oder soll ein ökonomisches Gesundheitswesen sein?
In Zeiten knapper Ressourcen nähert sich die Diskussion im Gesundheitswesen immer schnell der Frage, in welchem Verhältnis das technisch Machbare zum moralisch Vertretbaren steht. Klar ist, dass die Frage mit rein ökonomischen Mitteln nicht beantwortet werden kann.
Denn die Tools des Ökonomen wurden nicht geschaffen, um Wertungen vorzunehmen. Diese dienen in der Regel nur dazu, die notwendige Transparenz herzustellen. Wer diese Transparenz mit dem Totschlagargument des „Sparens im Gesundheitsbereich“ prinzipiell ablehnt, erreicht zweierlei:
Zum einen wird zwar mit Erfolg verhindert, dass irgendjemand die Frage je falsch beantwortet. Zum anderen wird aber auch verhindert, dass sinnvolle Maßnahmen, deren Einführung bei vorliegender Transparenz völlig unbestritten wären, je realisiert werden können.
Sicher ist: eine Steigerung der Effizienz, eine Optimierung der Prozess- und Ergebnisqualität sind notwendig, um unsere Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau sicher zu stellen. Doch bisher schrecken noch alle Entscheidungsträger vor der Beantwortung der einleitenden Fragestellung zurück.
Dabei ist die Angst vor dieser Fragestellung völlig unbegründet. Mit derselben hartnäckigen Beharrlichkeit, mit der leider bereits heute die Transparenz verhindert wird, ist zu rechnen, wenn „Sparmaßnahmen“ nicht zweifelsfrei belegbar sind.
Denn die Verhinderungstaktik ändert nichts daran, dass wir in einem zum Wachstum verurteilten Wirtschaftssystem zwangsläufig mit massivem Kostendruck konfrontiert werden – unabhängig davon, wie groß oder klein der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP ist. Wird dieser Kostendruck zu groß, kollabiert das System und in Ermangelung der eingemahnten Transparenz muss dann rationiert statt rationalisiert werden.
De facto handeln also gerade diejenigen, die die Bürgerinnen und Bürger unter dem Deckmantel der Ethik vor Sparmaßnahmen auf Kosten der Patienten schützen wollen, besonders unethisch. Sie verhindern in Wahrheit nur sinnvolle Rationalisierungen und leisten zwangsläufig den Rationierungen Vorschub. Wenn auch wohl nur unwissend und ungewollt.
Denn die Tools des Ökonomen wurden nicht geschaffen, um Wertungen vorzunehmen. Diese dienen in der Regel nur dazu, die notwendige Transparenz herzustellen. Wer diese Transparenz mit dem Totschlagargument des „Sparens im Gesundheitsbereich“ prinzipiell ablehnt, erreicht zweierlei:
Zum einen wird zwar mit Erfolg verhindert, dass irgendjemand die Frage je falsch beantwortet. Zum anderen wird aber auch verhindert, dass sinnvolle Maßnahmen, deren Einführung bei vorliegender Transparenz völlig unbestritten wären, je realisiert werden können.
Sicher ist: eine Steigerung der Effizienz, eine Optimierung der Prozess- und Ergebnisqualität sind notwendig, um unsere Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau sicher zu stellen. Doch bisher schrecken noch alle Entscheidungsträger vor der Beantwortung der einleitenden Fragestellung zurück.
Dabei ist die Angst vor dieser Fragestellung völlig unbegründet. Mit derselben hartnäckigen Beharrlichkeit, mit der leider bereits heute die Transparenz verhindert wird, ist zu rechnen, wenn „Sparmaßnahmen“ nicht zweifelsfrei belegbar sind.
Denn die Verhinderungstaktik ändert nichts daran, dass wir in einem zum Wachstum verurteilten Wirtschaftssystem zwangsläufig mit massivem Kostendruck konfrontiert werden – unabhängig davon, wie groß oder klein der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP ist. Wird dieser Kostendruck zu groß, kollabiert das System und in Ermangelung der eingemahnten Transparenz muss dann rationiert statt rationalisiert werden.
De facto handeln also gerade diejenigen, die die Bürgerinnen und Bürger unter dem Deckmantel der Ethik vor Sparmaßnahmen auf Kosten der Patienten schützen wollen, besonders unethisch. Sie verhindern in Wahrheit nur sinnvolle Rationalisierungen und leisten zwangsläufig den Rationierungen Vorschub. Wenn auch wohl nur unwissend und ungewollt.
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Beate Hartinger |
aholzhacker - 15. Jul, 09:56